NEU: IARU Fieldday SSB 2026
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- Kategorie: Contest
- Veröffentlicht: Sonntag, 13. September 2026 22:53
- Geschrieben von Frank
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Gemeinsam funken, gemeinsam anpacken
Am 5.September 2026 war es wieder so weit: Der Ortsverband Y28 – Amateurfunk Spreewald nahm am IARU Region 1 Fieldday SSB teil.
Der IARU Region 1 Fieldday hat zum Ziel, den Amateurfunkbetrieb unabhängig vom Stromnetz und von festen Antennenanlagen zu fördern. Entsprechend gelten für die Fieldday-Stationen besondere Regeln: Die komplette Station muss „portable“ aufgebaut werden, die Stromversorgung darf nicht aus dem öffentlichen Netz erfolgen und die Antennen dürfen nicht an Gebäuden oder dauerhaften Bauwerken befestigt sein. Außerdem darf mit dem Aufbau frühestens 24 Stunden vor Contestbeginn begonnen werden. Für den Kurzwellenbetrieb ist maximal ein Sendeempfänger zugelassen.
Für uns bedeutet das vor allem eines: Raus auf den Platz, aufbauen, improvisieren, ausprobieren – und gemeinsam funken.
Eine Karte mit den angemeldeten SSB-Fieldday-Stationen 2026 - DARC

Samstagmorgen – der Aufbau beginnt
Treffpunkt war am Samstag um 10:00 Uhr auf unserem bekannten Fieldday-Platz zwischen Lübben und Hartmannsdorf.
Das Aufbau-Team bestand aus:
- DM3ZF Reinhard
- DH0JAE Frank
- DO1OHL Olaf
- DL2IKE Ike
- DL1DQF Jürgen
- DM7BB Benny
- DO1BH Marcus
Nach der Begrüßung ging es auch gleich an die Arbeit. Zelt und Station mussten aufgebaut, die Antennen errichtet und die gesamte Technik für den Contest vorbereitet werden.
Für die Kurzwelle wurde ein 12-Meter-Mast mit drei Drahtantennen (GRV5, DO-Antenne 160,80,15 und 10m sowie eine Windom 40-10m) aufgebaut. Zusätzlich wollten wir die Möglichkeit schaffen, auf 2 m und 70 cm über ein Relais QRV zu sein. Dafür wurde eine X50 auf einem kleinen 6-Meter-Mast montiert und zusammen mit einem IC-706 in Betrieb genommen.
Auch das große Pavillon-Zelt wurde aufgebaut. Zwei Tische boten ausreichend Platz für die Funktechnik und die benötigte Infrastruktur. Klappstühle standen für Operator und Besucher bereit.
Technikcheck – natürlich nicht ohne Überraschungen
Bevor es richtig losgehen konnte, wurde die komplette Station einem gründlichen Technikcheck unterzogen.
Die Akkutechnik wurde überprüft, das Stromaggregat aufgebaut und einem Probelauf unterzogen. Anschließend erfolgte die Prüfung der Antennenanlage mit dem VNA (FA-VA6).
Dabei zeigte sich leider, dass nicht alles so funktionierte, wie wir uns das vorgestellt hatten.
Besonders enttäuscht waren wir von der G5RV. Eine vernünftige Abstimmung über den vorgesehenen Bereich von 40 bis 10 Meter war nicht zu erreichen.
Wir möchten nicht die generelle Funktion dieser Antenne in Frage stellen, jedoch führte unser Setup an diesem Tag mit dieser Antenne nicht zum Erfolg.
Damit war klar, dass wir uns beim Contest stärker auf die beiden anderen Antennen und die tatsächlich nutzbaren Bänder konzentrieren mussten.
Auch unsere DO-Antenne sorgte noch einmal für zusätzliche Arbeit. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass offensichtlich das Koaxialkabel der Zuleitung defekt war. Also hieß es: Antenne wieder herunter, Kabel prüfen bzw. ersetzen und anschließend alles erneut aufbauen und testen.
Ein Fieldday wäre schließlich kein Fieldday, wenn nicht irgendwo noch eine zusätzliche Aufgabe auf die Mannschaft warten würde.
Besucher und die wichtigste Fieldday-Versorgung
Im Laufe des Nachmittags konnten wir auch einige Besucher auf dem Platz begrüßen. DL3STG Stefan, DO2SBS Sven, XYL Elfi sowie einige Spaziergänger schauten bei uns vorbei.
Für eine besonders wichtige Verbesserung der Einsatzbereitschaft sorgte Elfi, die einen leckeren Kuchen mitbrachte.
Pünktlich zum Contestbeginn war damit auch die kulinarische Versorgung sichergestellt.
Vielen Dank dafür – wie immer, sehr lecker!
Letzte Vorbereitungen
Auch die Bedienung des IC-7300 wurde vor dem Start noch einmal gemeinsam unter die Lupe genommen. Dabei stellte sich heraus, dass zunächst die AGC nicht eingeschaltet war, was sich deutlich in einem schlechten Audio bemerkbar machte.
Nachdem auch dieses Problem gelöst war, waren wir schließlich bereit.
13:00 UTC – Conteststart!
Pünktlich um 13:00 UTC (15:00 Uhr Ortszeit) ging es los.
Unter unserem Y28-Contest-Rufzeichen DM2W/P wanderten die ersten QSOs ins Log.
Zu Beginn waren vor allem 20 und 40 Meter die Bänder der Wahl. Auf 10 und 15 Meter war dagegen zunächst nicht viel zu holen. In der ersten Stunde kamen wir nur auf magere 12 QSO´s.
Zusätzlich machte uns der parallel stattfindende All Asian DX Contest das Leben auf 20 und 15 Meter nicht gerade leichter. Viele Stationen aus Fernost waren dort aktiv, zeigten allerdings meist wenig Interesse an europäischen Portabelstationen.
Also konzentrierten wir uns auf das, was unter den gegebenen Bedingungen am besten funktionierte.
40 Meter – dort spielte die Musik
Im weiteren Verlauf verlagerte sich das Punkte-Sammeln zunehmend auf 40 und 80 Meter. Vereinzelt konnten wir auch Verbindungen auf 160 Meter ins Log bringen.
20 und 15 Meter wurden trotzdem regelmäßig überprüft, denn vielleicht war ja noch der eine oder andere Multiplikator zu finden. Insgesamt war die Ausbreitung auf den höheren Bändern jedoch eher enttäuschend.
Auf 40 und 80 Meter herrschte ein ziemliches Gedränge. Eine freie Frequenz zu finden, auf der wir selbst CQ rufen und ein vernünftiges „Running“ aufbauen konnten, war schwierig.
Deshalb entschieden wir uns häufig für das Search-and-Pounce-Verfahren: Frequenz für Frequenz wurde abgesucht und die dort arbeitenden Stationen wurden gezielt geloggt.
Auch neben dem eigentlichen Kurzwellencontest gab es eine kurze Verbindung auf 2m.
Im parallel laufenden 2-m-Contest wurde eine kurze Verbindung mit DL6UJH Jens auf 2 m SSB hergestellt.
Wind und Regen – echtes Fieldday-Wetter
Im Laufe des Nachmittags frischte der Wind zunehmend auf. Dazu kamen zwei Schauerphasen mit Stürmischen Böen.
Unser Pavillon zeigte dabei kurzzeitig Ambitionen, seinen festen Platz auf dem Boden aufzugeben. Ein beherztes Zugreifen der Crew verhinderte jedoch Schlimmeres.
Damit war einmal mehr bewiesen: Beim Fieldday gehört nicht nur Funktechnik zur Ausrüstung, sondern auch eine schnelle Reaktionszeit der Mannschaft.
Die Nacht – weiter geht's
Um 22:24 UTC (00:24 Uhr Ortszeit) waren 200 QSOs im Log.
Für die Nachtschicht übernahmen Reinhard (DM3ZF) und Marcus (DO1BH) das Mikrofon und hielten die Station weiter aktiv.
Am Morgen ging es mit Jürgen (DL1DQF) und Benny (DM7BB) weiter.
Nach weiteren Wechseln an der Station wurde bis kurz vor Contestende fleißig weitergearbeitet.
500 QSOs!
Um 12:59 UTC war es dann geschafft:
Mehr als 500 QSOs und ca. 122.490 Punkte standen im Log!
Damit wurden im Schnitt mehr als 20 Verbindungen pro Stunde gearbeitet – für die Bedingungen und die teilweise schwierige Situation auf den Bändern ein Ergebnis, mit dem wir sehr zufrieden sein können.
Natürlich zählt beim Fieldday nicht allein die Zahl der QSOs. Gerade die Kombination aus portabler Technik, eigener Stromversorgung, improvisierter Antennenanlage und wechselnden Ausbreitungsbedingungen macht den Reiz dieser Veranstaltung aus.
Abbau – nach zwei Stunden ist alles wieder weg
Nach dem Ende des Contestbetriebs konnten wir zufrieden auf das Fieldday-Wochenende zurückblicken.
Ab 15:00 Uhr Ortszeit begann der Abbau der Fieldday-Station. Antennen und Masten wurden demontiert, die Technik verstaut, Zelt und Tische abgebaut und das gesamte Material wieder für den Transport vorbereitet.
Dank des eingespielten Teams ging auch das erstaunlich schnell.
Nach rund zwei Stunden war alles wieder verpackt und der Platz konnte ordentlich und abreisefertig verlassen werden.
Fazit
Der IARU Fieldday SSB war für den Ortsverband Y28 – Amateurfunk Spreewald wieder eine gelungene gemeinsame Aktion.
Nicht alles lief von Anfang an perfekt – defektes Koaxkabel, eine nicht zufriedenstellend abstimmbare G5RV, kleinere Probleme bei der Technik und schließlich Wind und Regenschauer sorgten für die eine oder andere zusätzliche Herausforderung.
Aber genau dafür ist ein Fieldday da.
Gemeinsam wurde aufgebaut, repariert, getestet, gefunkt, diskutiert, gelacht und natürlich auch Kuchen gegessen. Am Ende standen über 500 QSOs im Log und eine Mannschaft, die mit dem Ergebnis zufrieden nach Hause fahren konnte.
Ein herzlicher Dank geht an alle, die beim Aufbau, beim Technikcheck, beim Funkbetrieb, bei der Verpflegung, beim Abbau und natürlich beim anschließenden erstellen der Log-Datei geholfen haben.
Unser besonderer Dank gilt:
Aufbau-Team:
DM3ZF Reinhard · DH0JAE Frank · DO1OHL Olaf · DL2IKE Ike · DL1DQF Jürgen · DM7BB Benny · DO1BH Marcus
Operator:
DM3ZF Reinhard · DL2IKE Ike · DL1DQF Jürgen · DM7BB Benny · DO1BH Marcus
Besucher:
DL3STG Stefan · DO2SBS Sven · XYL Elfi · sowie alle weiteren Besucher und Spaziergänger, die bei uns vorbeigeschaut haben.
Vielen Dank an alle Beteiligten – und bis zum nächsten Mal!
73 de Ortsverband Y28 – Amateurfunk Spreewald
DM7BB - Benny